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Basis: Certvia dev@a48c5fb als Fundament für Craftvia
Unveränderter Stand von certvia/dev (a48c5fb) plus Craftvia-Spezifikation
und Brandbook unter docs/craftvia/. ISMS-Module werden im Folgecommit entfernt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-14 11:05:39 +02:00

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Onboarding-Wizard ISMS – Detaillierter Fahrplan & Entwickler-Handlungsanweisung

Produkt: ISMS-Applikation – Onboarding-Wizard Fokus der ersten Ausbaustufe: TISAX / VDA ISA Ziel (North Star): Assessment-Readiness – am Ende des Wizards liegt ein vorausgefüllter VDA-ISA-Katalog inkl. Reifegrad-Ersteinschätzung und Maßnahmenplan vor. Modus: Kunde bearbeitet eigenständig; ISB oder externer Berater (falls gebucht) validiert an definierten Gates. Tailoring: Template- und regelbasiert; eigene Richtlinien optional hochladbar; die mitgelieferten Vorlagen sind optional. Status: Detailausarbeitung zur Verifizierung vor der technischen Umsetzung.


1. Lesehinweis & Konventionen

Dieses Dokument beschreibt je Wizard-Schritt: Zweck, Ein-/Ausgaben, Verarbeitungslogik, erzeugte Objekte, kontextsensitive Umsetzungshinweise, Aufgaben-Trigger, Validierung, benötigte Entwicklungs-Ressourcen und Akzeptanzkriterien. Es ist eine fachliche Handlungsanweisung, keine technische Spezifikation – Technologiewahl, konkrete Schemata und UI-Design folgen in der Umsetzung.

Aufwands-/Ressourcengröße (T-Shirt): S = klein, M = mittel, L = groß. Bezieht sich auf den Entwicklungsaufwand des jeweiligen Bausteins, nicht auf die Kundenlaufzeit.

Rollen im Wizard

Rolle Aufgabe
Bearbeiter (Kunde) Durchläuft die Schritte, gibt Fakten ein, wählt/erstellt Dokumente, bewertet Controls und Risiken
Validierer (ISB intern oder externer Berater) Prüft und gibt Module/Objekte frei; ohne Freigabe fließt Inhalt als „unbestätigt" in die Auswertung
Systemadministrator (Vorbedingung) Richtet Mandant, Nutzer und Rollen ein – außerhalb des Wizards

2. Querschnittsmechaniken (gelten in allen Schritten)

Diese vier Mechaniken sind kein eigener Schritt, sondern durchziehen den gesamten Wizard und sollten früh als wiederverwendbare Bausteine gebaut werden.

2.1 Validierungs-Workflow

Jedes bearbeitbare Objekt (Modul, Richtlinie, Risiko, Control-Bewertung) trägt einen Status: offen → in Bearbeitung → zur Validierung → validiert (bzw. zurückgewiesen mit Kommentar). Nur validierte Inhalte zählen in der Assessment-Readiness-Auswertung als „bestätigt". Der Validierer erhält je Objekt Kontext, Kommentar- und Freigabefunktion. Ist kein externer Berater gebucht, übernimmt der interne ISB die Validierung. Ressourcen: Backend (Statusmodell, Rechte) M · Frontend (Review-Ansicht, Kommentare) M.

2.2 Umsetzungshinweise („So setzen Sie diese Anforderung um")

An jeder VDA-ISA-Teilanforderung (und optional an Risiken/Templates) hängt redaktioneller Hinweis-Content, der bei der Bearbeitung kontextsensitiv eingeblendet wird. Ein Hinweis umfasst typischerweise: organisatorische Umsetzungsoption, technische Umsetzungsoption, typische Nachweise, geeignete Vorlage (Verweis) und eine Ressourcenindikation (Tool/Personal/Budget/Zeit). Die Einblendung wird über Scope und Antworten gefiltert (z. B. nur AL3-relevante Hinweise). Hinweise sind Wissensinhalt, keine trackbare Aufgabe – führt ein Hinweis zu einer umzusetzenden Maßnahme, entsteht daraus eine Aufgabe (siehe 2.3). Ressourcen: Fachredaktion/ISMS-SME (Content-Pflege) L · Backend (Hinweis-Datenmodell, Filter) S · Frontend (Inline-Panel) S.

2.3 Maßnahmen → Aufgaben-Modul

Ergibt sich bei der Bearbeitung eine umzusetzende Maßnahme (z. B. „Patchmanagement-Tool einführen", „Berechtigungs-Review etablieren", „Notfallübung durchführen"), wird daraus eine Aufgabe im Aufgaben-Modul erzeugt – automatisch vorgeschlagen und vom Bearbeiter bestätigt. Trigger-Punkte: Richtlinie „später erstellen" (Schritt 4), Risikobehandlung (Schritt 6), Control-Lücke/Reifegrad < Ziel (Schritt 7), Gap-Liste (Schritt 8), Zurückweisung durch Validierer.

Aufgaben-Objekt (Felder): Titel, Beschreibung, Typ (Dokument erstellen / Nachweis liefern / technische Maßnahme / organisatorische Maßnahme), Verantwortlicher, Fälligkeit, Priorität, Status, Verknüpfung (Control / Risiko / Dokument / Asset), benötigte Ressourcen (Tool, Budget, Personal, Zeit), Herkunft (auslösender Schritt). Die Ressourcenindikation stammt aus dem Umsetzungshinweis und ist editierbar.

Beispiel: Control 5.2.3/5.2.5 unzureichend → Hinweis „technische Umsetzung: zentrales Patchmanagement" → Aufgabe „Patchmanagement-Tool auswählen und einführen", Typ technische Maßnahme, verknüpft mit 5.2.3 und 5.2.5, Ressourcen: Tool-Lizenz + IT-Personal ca. X PT, Priorität Hoch. Ressourcen: Backend (Task-Generierung, Verknüpfungen, API zum Aufgaben-Modul) M · Frontend (Vorschlag/Bestätigung, Ressourcenfelder) M. Voraussetzung: Aufgaben-Modul der App existiert bzw. bietet eine Schnittstelle.

2.4 Audit-Trail & Versionierung

Jede Eingabe, Statusänderung und Freigabe wird protokolliert (wer/wann/was). Templates, Katalog und Risikokatalog sind versioniert; Kundendokumente referenzieren die genutzte Template-Version. Ressourcen: Backend (Event-Log, Versionierung) M.


3. Fachliche Bausteine / Datenobjekte (Fundament)

Baustein Inhalt Ressourcen
Control-Katalog VDA ISA Prüfziele, Assessment-Level, je Control die Muss-/Soll-/Zusatzanforderungen als einzeln adressierbare Teilanforderungen SME (Datenpflege) M · Backend (Import/Modell) S
Template-Bibliothek (optional) Richtlinien-/VA-Vorlagen mit Platzhaltern, optionalen Bausteinen und Control-Verknüpfung SME/Content L · Backend S
Upload-Pfad eigene Dokumente Upload + Zuordnung „welche Controls belegt dieses Dokument" Backend S · Frontend S
Fakten-/Fragemodell Antwortobjekte zu Organisation, IT, Dienstleistern, Prozessen; wiederverwendbar SME (Fragebogen) M · Backend M
Risiko-Katalog Standard- und VDA-geforderte Risiken, vordefiniert und erweiterbar; Verknüpfung zu Controls/Assets SME L · Backend M
Regel-/Mapping-Layer Antwort → Platzhalter, Klausel-Ein/Ausblendung, betroffene Controls/Assets/Risiken Backend (Regel-Engine) L
Reifegrad-/Gap-Engine Reifegrad-Ersteinschätzung + offene Punkte je Control Backend M · SME (Logik) M

4. Die Schritte im Detail

Vorbedingung (außerhalb des Wizards): technisches Onboarding – Mandant, Nutzer, Rollen eingerichtet.

Schritt 1 – Scoping

  • Zweck: Prüfziele, Assessment-Level (AL2/AL3), Standorte und Geltungsbereich festlegen. Dies steuert, welche Controls, Templates und Risiken im weiteren Verlauf überhaupt relevant sind.
  • Eingaben: Prüfziele (Info-Sicherheit, Prototypenschutz, Datenschutz), Assessment-Level, Standort(e), organisatorischer/technischer Geltungsbereich, Ausschlüsse.
  • Verarbeitung & Regeln: Aktiviert/deaktiviert Control-Set und Template-Set; z. B. Prototypenschutz nur bei entsprechendem Prüfziel, AL3 schaltet Zusatzanforderungen „sehr hoher Schutzbedarf" frei.
  • Erzeugte Objekte: Scope-Objekt; gefiltertes Control-Set als Arbeitsgrundlage.
  • Umsetzungshinweise: Erläuterung der Prüfziele und Level (Entscheidungshilfe AL2 vs. AL3), typische Scope-Formulierungen.
  • Aufgaben-Trigger: i. d. R. keine.
  • Validierung: Scope wird durch ISB/Berater bestätigt (Fundament für alles Weitere).
  • Ressourcen (Entwicklung): Frontend (Scoping-UI) S · Backend (Scope-Filterlogik) M · SME (Scope-Regeln) S.
  • Akzeptanzkriterien: Geänderter Scope filtert nachgelagerte Schritte korrekt; nicht relevante Controls/Templates sind ausgeblendet.

Schritt 2 – Kontextaufnahme (Gegebenheiten)

  • Zweck: Die tatsächlichen Gegebenheiten der Organisation als Faktenbasis erheben, die Platzhalter befüllt und Regeln aktiviert.
  • Eingaben: Geführter Fragebogen – Unternehmensdaten, Organisationsstruktur, IT-Landschaft (Systeme, Cloud, Netzwerke), eingesetzte Dienstleister, relevante Prozesse, grundlegender Schutzbedarf.
  • Verarbeitung & Regeln: Antworten werden als wiederverwendbare Faktenobjekte gespeichert und mit Platzhaltern, Klauselregeln, Controls, Assets und Risiken verknüpft. Bedingte Fragen (nur anzeigen, wenn relevant).
  • Erzeugte Objekte: Faktenprofil der Organisation.
  • Umsetzungshinweise: Erläuterung, warum eine Angabe gebraucht wird und wie sie sich auf Dokumente/Bewertung auswirkt.
  • Aufgaben-Trigger: Fehlende Grundvoraussetzung erkennbar (z. B. „kein Inventar vorhanden") → optionale Aufgabe.
  • Validierung: Plausibilitätsprüfung durch ISB/Berater.
  • Ressourcen (Entwicklung): Frontend (dynamischer Fragebogen) M · Backend (Faktenmodell, bedingte Logik) M · SME (Fragenkatalog) M.
  • Akzeptanzkriterien: Antworten sind wiederverwendbar; eine Änderung propagiert sichtbar in abhängige Objekte.

Schritt 3 – Rollen & Verantwortlichkeiten

  • Zweck: ISMS-Rollen festlegen (Geschäftsführung, ISB/DSB, IT-Verantwortung), inkl. Funktionstrennung.
  • Eingaben: Personen/Funktionen je Rolle; intern/extern; Weisungs-/Berichtswege.
  • Verarbeitung & Regeln: Prüft auf Funktionstrennung (z. B. ISB ≠ IT-Verantwortung); befüllt Rollen-Platzhalter in Dokumenten (Bestellungen/Ernennungen).
  • Erzeugte Objekte: Rollenmodell; Dokumente wie ISB-Bestellung (aus Vorlage, optional).
  • Umsetzungshinweise: Anforderungen an ISB-Qualifikation, externe vs. interne Besetzung, typische Nachweise.
  • Aufgaben-Trigger: Fehlende ISB-Bestellung / fehlende Funktionstrennung → Aufgabe (organisatorische Maßnahme).
  • Validierung: Freigabe des Rollenmodells.
  • Ressourcen (Entwicklung): Frontend S · Backend (Rollenmodell, Regelprüfung) M · SME S.
  • Akzeptanzkriterien: Funktionstrennungs-Konflikt wird erkannt und als Hinweis/Aufgabe ausgewiesen.

Schritt 4 – Richtlinien & Verfahrensanweisungen

  • Zweck: Für jeden relevanten Themenbereich die belegenden Dokumente bereitstellen – flexibel in der Quelle.
  • Eingaben: Je Themenbereich Auswahl einer von drei Optionen: (a) mitgelieferte Vorlage tailoren (Platzhalter aus Fakten befüllt, nicht zutreffende Klauseln ausgeblendet), (b) eigene Richtlinie hochladen und den abgedeckten Controls zuordnen, (c) als offen markieren / später erstellen.
  • Verarbeitung & Regeln: (a) Template-Engine erzeugt kundenspezifisches Dokument aus Faktenprofil + Regeln; (b) Upload wird gespeichert und über Control-Mapping in die Nachweislage aufgenommen; (c) erzeugt Aufgabe.
  • Erzeugte Objekte: Dokumenten-Set (generiert oder hochgeladen) mit Control-Verknüpfung und Versionsbezug.
  • Umsetzungshinweise: Was die jeweilige Richtlinie mindestens enthalten muss (VDA-ISA-Bezug); Formulierungsbausteine.
  • Aufgaben-Trigger: Option (c) „später erstellen" → Aufgabe Dokument erstellen; hochgeladenes Dokument ohne vollständige Control-Abdeckung → Hinweis/Aufgabe.
  • Validierung: Freigabe je Dokument (Objekt-Ebene).
  • Ressourcen (Entwicklung): Backend (Template-Engine, Platzhalter/Regeln, Rendering) L · Frontend (Auswahl, Editor/Vorschau, Upload) L · SME/Content (Vorlagen mit Regeln auszeichnen) L.
  • Akzeptanzkriterien: Generiertes Dokument enthält keine unaufgelösten Platzhalter und keine nicht zutreffenden Klauseln; hochgeladenes Dokument ist Controls zugeordnet.

Schritt 5 – Werte-/Assetinventar (Grundstock)

  • Zweck: Die für Scope und Schutzbedarf nötigen Informationswerte/Assets erfassen.
  • Eingaben: Assets (Kategorie, Eigentümer, Schutzziele C/I/A, Schutzbedarf, Standort/Verknüpfung).
  • Verarbeitung & Regeln: Assets werden Risiken (Schritt 6) und Controls zugeordnet; Schutzbedarf steuert die AL3-Relevanz von Zusatzanforderungen.
  • Erzeugte Objekte: Assetinventar (Grundstock).
  • Umsetzungshinweise: Wie man Werte identifiziert und Schutzbedarf herleitet; Beispielkategorien.
  • Aufgaben-Trigger: Unvollständiges Inventar / fehlender Eigentümer → Aufgabe.
  • Validierung: Freigabe des Inventars.
  • Ressourcen (Entwicklung): Frontend (Inventar-CRUD, Import) M · Backend (Assetmodell, Verknüpfungen) M · SME S.
  • Akzeptanzkriterien: Jedes Asset hat Eigentümer und Schutzbedarf; Verknüpfung zu Risiken/Controls möglich.

Schritt 6 – Risikomanagement

  • Zweck: Risiken systematisch erfassen, bewerten und behandeln – auf Basis eines Katalogs mit Standard- und VDA-geforderten Risiken.
  • Eingaben: Auswahl aus Risiko-Katalog (Standard/VDA) + eigene Ergänzungen; Bewertung (Eintrittswahrscheinlichkeit/Schadensausmaß); Behandlungsentscheidung.
  • Verarbeitung & Regeln: Risiken werden mit Assets und Controls verknüpft; Bewertungsmethodik (Skalen, Akzeptanzlinie) wird angewendet; Behandlungsoptionen (reduzieren/übertragen/vermeiden/akzeptieren) mit Maßnahmenableitung.
  • Erzeugte Objekte: Risikoregister; Behandlungsmaßnahmen.
  • Umsetzungshinweise: Vorschlag typischer Maßnahmen je Risiko; Erläuterung der Bewertungsmethodik.
  • Aufgaben-Trigger: Jede Behandlungsmaßnahme, die Umsetzung erfordert → Aufgabe (technisch/organisatorisch), verknüpft mit Risiko und Control (z. B. Risiko „Schadsoftware" → Aufgabe „Endpoint-/Patchmanagement einführen").
  • Validierung: Freigabe des Risikoregisters bzw. je Risiko.
  • Ressourcen (Entwicklung): Backend (Risikomodell, Bewertungslogik, Katalog) L · Frontend (Register, Matrix, Bewertung) L · SME (Risiko-Katalog + Standardmaßnahmen) L.
  • Akzeptanzkriterien: VDA-geforderte Risiken sind auswählbar; jedes inakzeptable Risiko hat eine Behandlung; Maßnahmen erzeugen Aufgaben.

Schritt 7 – Control-Zuordnung & Reifegrad

  • Zweck: Je relevantem VDA-ISA-Control die Umsetzung bewerten und Reifegrad einschätzen.
  • Eingaben: Je Control: Verknüpfung der belegenden Dokumente/Risiken/Assets; geführte Reifegrad-Selbsteinschätzung; ggf. Kurzbeschreibung.
  • Verarbeitung & Regeln: Reifegrad-/Gap-Engine schlägt auf Basis vorhandener Belege einen Reifegrad vor; offene Teilanforderungen werden markiert.
  • Erzeugte Objekte: Control-Bewertung (Reifegrad, Belege, offene Punkte) – die Rohdaten des späteren VDA-ISA-Katalogs.
  • Umsetzungshinweise: Pro Teilanforderung „So setzen Sie das um" (organisatorisch/technisch, Nachweise, passende Vorlage, Ressourcenbedarf).
  • Aufgaben-Trigger: Reifegrad unter Ziel / offene Teilanforderung → Aufgabe (Dokument, Nachweis, technische oder organisatorische Maßnahme).
  • Validierung: Freigabe der Control-Bewertung durch ISB/Berater.
  • Ressourcen (Entwicklung): Backend (Scoring/Gap-Logik, Verknüpfungen) L · Frontend (Control-Ansicht, Belege, Reifegrad) L · SME (Reifegrad-Logik, Hinweis-Content) L.
  • Akzeptanzkriterien: Jede relevante Teilanforderung ist adressiert; Reifegradvorschlag ist nachvollziehbar an Belege gekoppelt.

Schritt 8 – Gap- & Maßnahmenableitung

  • Zweck: Offene Punkte aus Controls und Risikobehandlung zu einer priorisierten Maßnahmenliste zusammenführen.
  • Eingaben: Ergebnisse aus Schritt 6 und 7; bestehende Aufgaben.
  • Verarbeitung & Regeln: Deduplizierung, Priorisierung (Muss-/AL3-kritisch = hoch), Konsolidierung zu einer Gesamtsicht; Abgleich mit dem Aufgaben-Modul.
  • Erzeugte Objekte: Konsolidierte Maßnahmen-/Gap-Liste (verknüpft mit Aufgaben).
  • Umsetzungshinweise: Priorisierungslogik erläutert; Quick-Wins hervorgehoben.
  • Aufgaben-Trigger: Jeder offene Punkt ohne bestehende Aufgabe → Aufgabe.
  • Validierung: Freigabe der Maßnahmenliste.
  • Ressourcen (Entwicklung): Backend (Aggregation/Dedup/Priorisierung) M · Frontend (Listenansicht, Filter) M.
  • Akzeptanzkriterien: Keine Dopplungen; jeder offene Punkt hat Priorität und – wo Umsetzung nötig – eine Aufgabe.

Schritt 9 – Assessment-Readiness-Auswertung

  • Zweck: Das Gesamtergebnis darstellen: vorausgefüllter VDA-ISA-Katalog, Reifegrad-Dashboard, Maßnahmenplan.
  • Eingaben: Alle validierten Objekte.
  • Verarbeitung & Regeln: Aggregation der Reifegrade je Kapitel/gesamt; „bestätigt vs. unbestätigt" nach Validierungsstatus; Export.
  • Erzeugte Objekte: VDA-ISA-Katalog-Sicht/Export; Reifegrad-Dashboard; Maßnahmenplan.
  • Umsetzungshinweise: Interpretation der Auswertung; empfohlene nächste Schritte vor dem Assessment.
  • Aufgaben-Trigger: Aus offenen Hoch-Punkten ableitbar (bereits in Schritt 8 erzeugt).
  • Validierung: Gesamtfreigabe/Abschluss durch ISB/Berater.
  • Ressourcen (Entwicklung): Backend (Aggregation, Export) M · Frontend (Dashboard, Katalogansicht) L · SME (Auswertungslogik) M.
  • Akzeptanzkriterien: Kennzahlen stimmen mit den Einzelbewertungen überein; Export ist vollständig und nachvollziehbar.

5. Entwicklungs-Fahrplan (Meilensteine mit Ressourcen)

Meilenstein Inhalt Schritte Kern-Ressourcen Größe
M1 Fundament Datenmodell + Import Control-Katalog VDA ISA – Backend, SME M
M2 Frage-Engine Scoping + Kontext + Rollen 1–3 Backend, Frontend, SME L
M3 Richtlinien-Modul Template-Engine + Upload/Control-Mapping 4 Backend, Frontend, Content-SME L
M4 Asset- & Risiko-Modul Assetinventar + Risiko-Katalog + Bewertung 5–6 Backend, Frontend, SME L
M5 Bewertungs-Engine Control-Mapping, Reifegrad/Gap, Maßnahmen-Konsolidierung 7–8 Backend, SME, Frontend L
M6 Ergebnis/Output Assessment-Readiness-Auswertung + Export 9 Backend, Frontend M
M7 Governance (querlaufend) Validierungs-Workflow, Aufgaben-Integration, Audit-Trail, Versionierung, Umsetzungshinweise alle Backend, Frontend, SME L

Kürzester Pfad zur Assessment-Readiness: M1 → M2 → M3 → M4 → M5 → M6. M7 wird parallel eingezogen (Validierung, Aufgaben und Hinweise sollten nicht nachträglich „angeflanscht" werden). Nachweis-Upload ist bewusst spätere Iteration.


6. Ressourcen-Gesamtübersicht (Rollen im Entwicklungsprojekt)

Rolle Beitrag Auslastung (grob)
ISMS/TISAX-SME (Fachredaktion) Control-Katalog, Templates mit Regeln, Risiko-Katalog, Umsetzungshinweise, Reifegrad-/Bewertungslogik hoch, durchgehend – der inhaltliche Flaschenhals
Backend-Entwicklung Datenmodell, Regel-/Mapping-Engine, Scoring, Task-Integration, API, Audit-Trail hoch
Frontend-Entwicklung Wizard-Flow, dynamische Formulare, Editor/Vorschau, Dashboards hoch
Content-/Template-Engineering Vorlagen mit Platzhaltern und Regel-Tags auszeichnen mittel, in M3 konzentriert
UX/Design geführter Flow, Statusführung, Hinweis-Panels mittel
QA/Test Regel-/Scoring-Korrektheit, Dokumentgenerierung, Freigabelogik mittel–hoch

Wichtig: Der größte, oft unterschätzte Aufwand liegt nicht in der Software, sondern im Fachcontent (Control-Daten, regelfähige Vorlagen, Risiko-Katalog, Umsetzungshinweise). Dieser sollte parallel und früh durch die Beratung erstellt werden, sonst wird er zum kritischen Pfad.


7. Offene Entscheidungspunkte (vor der technischen Spezifikation zu klären)

  1. Upload eigener Richtlinien: nur Control-Zuordnung, oder zusätzlich ein automatischer Abgleich Dokumentinhalt ↔ Anforderungen (Gap-Check)?
  2. Risiko-Bewertungsmethodik: fest vorgegeben oder mandantenspezifisch konfigurierbar (Skalen, Akzeptanzlinie)?
  3. Versionierung von Katalog/Templates/Risiken: wie werden laufende Kundeninstanzen bei Updates nachgezogen (automatisch, mit Diff, manuell)?
  4. Validierungsgranularität: pro Modul, zusätzlich pro Einzelobjekt (einzelne Richtlinie/Risiko/Control)?
  5. Aufgaben-Modul: existiert bereits mit passender Schnittstelle, oder muss die Task-Erzeugung mitgeplant werden?
  6. Reifegrad-Vorschlag: rein regelbasiert aus Belegen, oder als Empfehlung mit Pflicht zur Bestätigung durch den Bearbeiter?

8. Nächster Schritt

Nach Verifizierung dieses Fahrplans: technische Feinspezifikation je Modul (Datenschemata, Regel-Syntax, API-Verträge, UI-Wireframes, Akzeptanztests) – vorgeschlagene Reihenfolge entlang der Meilensteine M1–M7.