Basis: Certvia dev@a48c5fb als Fundament für Craftvia
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Unveränderter Stand von certvia/dev (a48c5fb) plus Craftvia-Spezifikation
und Brandbook unter docs/craftvia/. ISMS-Module werden im Folgecommit entfernt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-14 11:05:39 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
commit c8e6f30a27
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# Onboarding-Wizard ISMS – Detaillierter Fahrplan & Entwickler-Handlungsanweisung
**Produkt:** ISMS-Applikation – Onboarding-Wizard
**Fokus der ersten Ausbaustufe:** TISAX / VDA ISA
**Ziel (North Star):** Assessment-Readiness – am Ende des Wizards liegt ein vorausgefüllter VDA-ISA-Katalog inkl. Reifegrad-Ersteinschätzung und Maßnahmenplan vor.
**Modus:** Kunde bearbeitet eigenständig; ISB oder externer Berater (falls gebucht) validiert an definierten Gates.
**Tailoring:** Template- und regelbasiert; eigene Richtlinien optional hochladbar; die mitgelieferten Vorlagen sind optional.
**Status:** Detailausarbeitung zur Verifizierung vor der technischen Umsetzung.
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## 1. Lesehinweis & Konventionen
Dieses Dokument beschreibt je Wizard-Schritt: Zweck, Ein-/Ausgaben, Verarbeitungslogik, erzeugte Objekte, kontextsensitive Umsetzungshinweise, Aufgaben-Trigger, Validierung, benötigte Entwicklungs-Ressourcen und Akzeptanzkriterien. Es ist eine fachliche Handlungsanweisung, keine technische Spezifikation – Technologiewahl, konkrete Schemata und UI-Design folgen in der Umsetzung.
**Aufwands-/Ressourcengröße (T-Shirt):** S = klein, M = mittel, L = groß. Bezieht sich auf den Entwicklungsaufwand des jeweiligen Bausteins, nicht auf die Kundenlaufzeit.
**Rollen im Wizard**
| Rolle | Aufgabe |
|---|---|
| Bearbeiter (Kunde) | Durchläuft die Schritte, gibt Fakten ein, wählt/erstellt Dokumente, bewertet Controls und Risiken |
| Validierer (ISB intern oder externer Berater) | Prüft und gibt Module/Objekte frei; ohne Freigabe fließt Inhalt als „unbestätigt" in die Auswertung |
| Systemadministrator (Vorbedingung) | Richtet Mandant, Nutzer und Rollen ein – **außerhalb** des Wizards |
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## 2. Querschnittsmechaniken (gelten in allen Schritten)
Diese vier Mechaniken sind kein eigener Schritt, sondern durchziehen den gesamten Wizard und sollten früh als wiederverwendbare Bausteine gebaut werden.
### 2.1 Validierungs-Workflow
Jedes bearbeitbare Objekt (Modul, Richtlinie, Risiko, Control-Bewertung) trägt einen Status: `offen → in Bearbeitung → zur Validierung → validiert` (bzw. `zurückgewiesen` mit Kommentar). Nur validierte Inhalte zählen in der Assessment-Readiness-Auswertung als „bestätigt". Der Validierer erhält je Objekt Kontext, Kommentar- und Freigabefunktion. Ist kein externer Berater gebucht, übernimmt der interne ISB die Validierung.
**Ressourcen:** Backend (Statusmodell, Rechte) M · Frontend (Review-Ansicht, Kommentare) M.
### 2.2 Umsetzungshinweise („So setzen Sie diese Anforderung um")
An jeder VDA-ISA-Teilanforderung (und optional an Risiken/Templates) hängt redaktioneller Hinweis-Content, der bei der Bearbeitung kontextsensitiv eingeblendet wird. Ein Hinweis umfasst typischerweise: organisatorische Umsetzungsoption, technische Umsetzungsoption, typische Nachweise, geeignete Vorlage (Verweis) und eine **Ressourcenindikation** (Tool/Personal/Budget/Zeit). Die Einblendung wird über Scope und Antworten gefiltert (z. B. nur AL3-relevante Hinweise). Hinweise sind Wissensinhalt, keine trackbare Aufgabe – führt ein Hinweis zu einer umzusetzenden Maßnahme, entsteht daraus eine Aufgabe (siehe 2.3).
**Ressourcen:** Fachredaktion/ISMS-SME (Content-Pflege) L · Backend (Hinweis-Datenmodell, Filter) S · Frontend (Inline-Panel) S.
### 2.3 Maßnahmen → Aufgaben-Modul
Ergibt sich bei der Bearbeitung eine umzusetzende Maßnahme (z. B. „Patchmanagement-Tool einführen", „Berechtigungs-Review etablieren", „Notfallübung durchführen"), wird daraus eine **Aufgabe im Aufgaben-Modul** erzeugt – automatisch vorgeschlagen und vom Bearbeiter bestätigt. Trigger-Punkte: Richtlinie „später erstellen" (Schritt 4), Risikobehandlung (Schritt 6), Control-Lücke/Reifegrad < Ziel (Schritt 7), Gap-Liste (Schritt 8), Zurückweisung durch Validierer.
**Aufgaben-Objekt (Felder):** Titel, Beschreibung, Typ (`Dokument erstellen` / `Nachweis liefern` / `technische Maßnahme` / `organisatorische Maßnahme`), Verantwortlicher, Fälligkeit, Priorität, Status, Verknüpfung (Control / Risiko / Dokument / Asset), **benötigte Ressourcen** (Tool, Budget, Personal, Zeit), Herkunft (auslösender Schritt). Die Ressourcenindikation stammt aus dem Umsetzungshinweis und ist editierbar.
*Beispiel:* Control 5.2.3/5.2.5 unzureichend → Hinweis „technische Umsetzung: zentrales Patchmanagement" → Aufgabe „Patchmanagement-Tool auswählen und einführen", Typ `technische Maßnahme`, verknüpft mit 5.2.3 und 5.2.5, Ressourcen: Tool-Lizenz + IT-Personal ca. X PT, Priorität Hoch.
**Ressourcen:** Backend (Task-Generierung, Verknüpfungen, API zum Aufgaben-Modul) M · Frontend (Vorschlag/Bestätigung, Ressourcenfelder) M. Voraussetzung: Aufgaben-Modul der App existiert bzw. bietet eine Schnittstelle.
### 2.4 Audit-Trail & Versionierung
Jede Eingabe, Statusänderung und Freigabe wird protokolliert (wer/wann/was). Templates, Katalog und Risikokatalog sind versioniert; Kundendokumente referenzieren die genutzte Template-Version.
**Ressourcen:** Backend (Event-Log, Versionierung) M.
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## 3. Fachliche Bausteine / Datenobjekte (Fundament)
| Baustein | Inhalt | Ressourcen |
|---|---|---|
| Control-Katalog VDA ISA | Prüfziele, Assessment-Level, je Control die Muss-/Soll-/Zusatzanforderungen als einzeln adressierbare Teilanforderungen | SME (Datenpflege) M · Backend (Import/Modell) S |
| Template-Bibliothek (optional) | Richtlinien-/VA-Vorlagen mit Platzhaltern, optionalen Bausteinen und Control-Verknüpfung | SME/Content L · Backend S |
| Upload-Pfad eigene Dokumente | Upload + Zuordnung „welche Controls belegt dieses Dokument" | Backend S · Frontend S |
| Fakten-/Fragemodell | Antwortobjekte zu Organisation, IT, Dienstleistern, Prozessen; wiederverwendbar | SME (Fragebogen) M · Backend M |
| Risiko-Katalog | Standard- und VDA-geforderte Risiken, vordefiniert und erweiterbar; Verknüpfung zu Controls/Assets | SME L · Backend M |
| Regel-/Mapping-Layer | Antwort → Platzhalter, Klausel-Ein/Ausblendung, betroffene Controls/Assets/Risiken | Backend (Regel-Engine) L |
| Reifegrad-/Gap-Engine | Reifegrad-Ersteinschätzung + offene Punkte je Control | Backend M · SME (Logik) M |
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## 4. Die Schritte im Detail
> Vorbedingung (außerhalb des Wizards): technisches Onboarding – Mandant, Nutzer, Rollen eingerichtet.
### Schritt 1 – Scoping
- **Zweck:** Prüfziele, Assessment-Level (AL2/AL3), Standorte und Geltungsbereich festlegen. Dies steuert, welche Controls, Templates und Risiken im weiteren Verlauf überhaupt relevant sind.
- **Eingaben:** Prüfziele (Info-Sicherheit, Prototypenschutz, Datenschutz), Assessment-Level, Standort(e), organisatorischer/technischer Geltungsbereich, Ausschlüsse.
- **Verarbeitung & Regeln:** Aktiviert/deaktiviert Control-Set und Template-Set; z. B. Prototypenschutz nur bei entsprechendem Prüfziel, AL3 schaltet Zusatzanforderungen „sehr hoher Schutzbedarf" frei.
- **Erzeugte Objekte:** Scope-Objekt; gefiltertes Control-Set als Arbeitsgrundlage.
- **Umsetzungshinweise:** Erläuterung der Prüfziele und Level (Entscheidungshilfe AL2 vs. AL3), typische Scope-Formulierungen.
- **Aufgaben-Trigger:** i. d. R. keine.
- **Validierung:** Scope wird durch ISB/Berater bestätigt (Fundament für alles Weitere).
- **Ressourcen (Entwicklung):** Frontend (Scoping-UI) S · Backend (Scope-Filterlogik) M · SME (Scope-Regeln) S.
- **Akzeptanzkriterien:** Geänderter Scope filtert nachgelagerte Schritte korrekt; nicht relevante Controls/Templates sind ausgeblendet.
### Schritt 2 – Kontextaufnahme (Gegebenheiten)
- **Zweck:** Die tatsächlichen Gegebenheiten der Organisation als Faktenbasis erheben, die Platzhalter befüllt und Regeln aktiviert.
- **Eingaben:** Geführter Fragebogen – Unternehmensdaten, Organisationsstruktur, IT-Landschaft (Systeme, Cloud, Netzwerke), eingesetzte Dienstleister, relevante Prozesse, grundlegender Schutzbedarf.
- **Verarbeitung & Regeln:** Antworten werden als wiederverwendbare Faktenobjekte gespeichert und mit Platzhaltern, Klauselregeln, Controls, Assets und Risiken verknüpft. Bedingte Fragen (nur anzeigen, wenn relevant).
- **Erzeugte Objekte:** Faktenprofil der Organisation.
- **Umsetzungshinweise:** Erläuterung, warum eine Angabe gebraucht wird und wie sie sich auf Dokumente/Bewertung auswirkt.
- **Aufgaben-Trigger:** Fehlende Grundvoraussetzung erkennbar (z. B. „kein Inventar vorhanden") → optionale Aufgabe.
- **Validierung:** Plausibilitätsprüfung durch ISB/Berater.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Frontend (dynamischer Fragebogen) M · Backend (Faktenmodell, bedingte Logik) M · SME (Fragenkatalog) M.
- **Akzeptanzkriterien:** Antworten sind wiederverwendbar; eine Änderung propagiert sichtbar in abhängige Objekte.
### Schritt 3 – Rollen & Verantwortlichkeiten
- **Zweck:** ISMS-Rollen festlegen (Geschäftsführung, ISB/DSB, IT-Verantwortung), inkl. Funktionstrennung.
- **Eingaben:** Personen/Funktionen je Rolle; intern/extern; Weisungs-/Berichtswege.
- **Verarbeitung & Regeln:** Prüft auf Funktionstrennung (z. B. ISB ≠ IT-Verantwortung); befüllt Rollen-Platzhalter in Dokumenten (Bestellungen/Ernennungen).
- **Erzeugte Objekte:** Rollenmodell; Dokumente wie ISB-Bestellung (aus Vorlage, optional).
- **Umsetzungshinweise:** Anforderungen an ISB-Qualifikation, externe vs. interne Besetzung, typische Nachweise.
- **Aufgaben-Trigger:** Fehlende ISB-Bestellung / fehlende Funktionstrennung → Aufgabe (organisatorische Maßnahme).
- **Validierung:** Freigabe des Rollenmodells.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Frontend S · Backend (Rollenmodell, Regelprüfung) M · SME S.
- **Akzeptanzkriterien:** Funktionstrennungs-Konflikt wird erkannt und als Hinweis/Aufgabe ausgewiesen.
### Schritt 4 – Richtlinien & Verfahrensanweisungen
- **Zweck:** Für jeden relevanten Themenbereich die belegenden Dokumente bereitstellen – flexibel in der Quelle.
- **Eingaben:** Je Themenbereich Auswahl einer von drei Optionen:
(a) mitgelieferte Vorlage tailoren (Platzhalter aus Fakten befüllt, nicht zutreffende Klauseln ausgeblendet),
(b) eigene Richtlinie hochladen und den abgedeckten Controls zuordnen,
(c) als offen markieren / später erstellen.
- **Verarbeitung & Regeln:** (a) Template-Engine erzeugt kundenspezifisches Dokument aus Faktenprofil + Regeln; (b) Upload wird gespeichert und über Control-Mapping in die Nachweislage aufgenommen; (c) erzeugt Aufgabe.
- **Erzeugte Objekte:** Dokumenten-Set (generiert oder hochgeladen) mit Control-Verknüpfung und Versionsbezug.
- **Umsetzungshinweise:** Was die jeweilige Richtlinie mindestens enthalten muss (VDA-ISA-Bezug); Formulierungsbausteine.
- **Aufgaben-Trigger:** Option (c) „später erstellen" → Aufgabe `Dokument erstellen`; hochgeladenes Dokument ohne vollständige Control-Abdeckung → Hinweis/Aufgabe.
- **Validierung:** Freigabe je Dokument (Objekt-Ebene).
- **Ressourcen (Entwicklung):** Backend (Template-Engine, Platzhalter/Regeln, Rendering) L · Frontend (Auswahl, Editor/Vorschau, Upload) L · SME/Content (Vorlagen mit Regeln auszeichnen) L.
- **Akzeptanzkriterien:** Generiertes Dokument enthält keine unaufgelösten Platzhalter und keine nicht zutreffenden Klauseln; hochgeladenes Dokument ist Controls zugeordnet.
### Schritt 5 – Werte-/Assetinventar (Grundstock)
- **Zweck:** Die für Scope und Schutzbedarf nötigen Informationswerte/Assets erfassen.
- **Eingaben:** Assets (Kategorie, Eigentümer, Schutzziele C/I/A, Schutzbedarf, Standort/Verknüpfung).
- **Verarbeitung & Regeln:** Assets werden Risiken (Schritt 6) und Controls zugeordnet; Schutzbedarf steuert die AL3-Relevanz von Zusatzanforderungen.
- **Erzeugte Objekte:** Assetinventar (Grundstock).
- **Umsetzungshinweise:** Wie man Werte identifiziert und Schutzbedarf herleitet; Beispielkategorien.
- **Aufgaben-Trigger:** Unvollständiges Inventar / fehlender Eigentümer → Aufgabe.
- **Validierung:** Freigabe des Inventars.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Frontend (Inventar-CRUD, Import) M · Backend (Assetmodell, Verknüpfungen) M · SME S.
- **Akzeptanzkriterien:** Jedes Asset hat Eigentümer und Schutzbedarf; Verknüpfung zu Risiken/Controls möglich.
### Schritt 6 – Risikomanagement
- **Zweck:** Risiken systematisch erfassen, bewerten und behandeln – auf Basis eines Katalogs mit Standard- und VDA-geforderten Risiken.
- **Eingaben:** Auswahl aus Risiko-Katalog (Standard/VDA) + eigene Ergänzungen; Bewertung (Eintrittswahrscheinlichkeit/Schadensausmaß); Behandlungsentscheidung.
- **Verarbeitung & Regeln:** Risiken werden mit Assets und Controls verknüpft; Bewertungsmethodik (Skalen, Akzeptanzlinie) wird angewendet; Behandlungsoptionen (reduzieren/übertragen/vermeiden/akzeptieren) mit Maßnahmenableitung.
- **Erzeugte Objekte:** Risikoregister; Behandlungsmaßnahmen.
- **Umsetzungshinweise:** Vorschlag typischer Maßnahmen je Risiko; Erläuterung der Bewertungsmethodik.
- **Aufgaben-Trigger:** Jede Behandlungsmaßnahme, die Umsetzung erfordert → Aufgabe (technisch/organisatorisch), verknüpft mit Risiko und Control (z. B. Risiko „Schadsoftware" → Aufgabe „Endpoint-/Patchmanagement einführen").
- **Validierung:** Freigabe des Risikoregisters bzw. je Risiko.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Backend (Risikomodell, Bewertungslogik, Katalog) L · Frontend (Register, Matrix, Bewertung) L · SME (Risiko-Katalog + Standardmaßnahmen) L.
- **Akzeptanzkriterien:** VDA-geforderte Risiken sind auswählbar; jedes inakzeptable Risiko hat eine Behandlung; Maßnahmen erzeugen Aufgaben.
### Schritt 7 – Control-Zuordnung & Reifegrad
- **Zweck:** Je relevantem VDA-ISA-Control die Umsetzung bewerten und Reifegrad einschätzen.
- **Eingaben:** Je Control: Verknüpfung der belegenden Dokumente/Risiken/Assets; geführte Reifegrad-Selbsteinschätzung; ggf. Kurzbeschreibung.
- **Verarbeitung & Regeln:** Reifegrad-/Gap-Engine schlägt auf Basis vorhandener Belege einen Reifegrad vor; offene Teilanforderungen werden markiert.
- **Erzeugte Objekte:** Control-Bewertung (Reifegrad, Belege, offene Punkte) – die Rohdaten des späteren VDA-ISA-Katalogs.
- **Umsetzungshinweise:** Pro Teilanforderung „So setzen Sie das um" (organisatorisch/technisch, Nachweise, passende Vorlage, Ressourcenbedarf).
- **Aufgaben-Trigger:** Reifegrad unter Ziel / offene Teilanforderung → Aufgabe (Dokument, Nachweis, technische oder organisatorische Maßnahme).
- **Validierung:** Freigabe der Control-Bewertung durch ISB/Berater.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Backend (Scoring/Gap-Logik, Verknüpfungen) L · Frontend (Control-Ansicht, Belege, Reifegrad) L · SME (Reifegrad-Logik, Hinweis-Content) L.
- **Akzeptanzkriterien:** Jede relevante Teilanforderung ist adressiert; Reifegradvorschlag ist nachvollziehbar an Belege gekoppelt.
### Schritt 8 – Gap- & Maßnahmenableitung
- **Zweck:** Offene Punkte aus Controls und Risikobehandlung zu einer priorisierten Maßnahmenliste zusammenführen.
- **Eingaben:** Ergebnisse aus Schritt 6 und 7; bestehende Aufgaben.
- **Verarbeitung & Regeln:** Deduplizierung, Priorisierung (Muss-/AL3-kritisch = hoch), Konsolidierung zu einer Gesamtsicht; Abgleich mit dem Aufgaben-Modul.
- **Erzeugte Objekte:** Konsolidierte Maßnahmen-/Gap-Liste (verknüpft mit Aufgaben).
- **Umsetzungshinweise:** Priorisierungslogik erläutert; Quick-Wins hervorgehoben.
- **Aufgaben-Trigger:** Jeder offene Punkt ohne bestehende Aufgabe → Aufgabe.
- **Validierung:** Freigabe der Maßnahmenliste.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Backend (Aggregation/Dedup/Priorisierung) M · Frontend (Listenansicht, Filter) M.
- **Akzeptanzkriterien:** Keine Dopplungen; jeder offene Punkt hat Priorität und – wo Umsetzung nötig – eine Aufgabe.
### Schritt 9 – Assessment-Readiness-Auswertung
- **Zweck:** Das Gesamtergebnis darstellen: vorausgefüllter VDA-ISA-Katalog, Reifegrad-Dashboard, Maßnahmenplan.
- **Eingaben:** Alle validierten Objekte.
- **Verarbeitung & Regeln:** Aggregation der Reifegrade je Kapitel/gesamt; „bestätigt vs. unbestätigt" nach Validierungsstatus; Export.
- **Erzeugte Objekte:** VDA-ISA-Katalog-Sicht/Export; Reifegrad-Dashboard; Maßnahmenplan.
- **Umsetzungshinweise:** Interpretation der Auswertung; empfohlene nächste Schritte vor dem Assessment.
- **Aufgaben-Trigger:** Aus offenen Hoch-Punkten ableitbar (bereits in Schritt 8 erzeugt).
- **Validierung:** Gesamtfreigabe/Abschluss durch ISB/Berater.
- **Ressourcen (Entwicklung):** Backend (Aggregation, Export) M · Frontend (Dashboard, Katalogansicht) L · SME (Auswertungslogik) M.
- **Akzeptanzkriterien:** Kennzahlen stimmen mit den Einzelbewertungen überein; Export ist vollständig und nachvollziehbar.
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## 5. Entwicklungs-Fahrplan (Meilensteine mit Ressourcen)
| Meilenstein | Inhalt | Schritte | Kern-Ressourcen | Größe |
|---|---|---|---|---|
| M1 Fundament | Datenmodell + Import Control-Katalog VDA ISA | – | Backend, SME | M |
| M2 Frage-Engine | Scoping + Kontext + Rollen | 1–3 | Backend, Frontend, SME | L |
| M3 Richtlinien-Modul | Template-Engine + Upload/Control-Mapping | 4 | Backend, Frontend, Content-SME | L |
| M4 Asset- & Risiko-Modul | Assetinventar + Risiko-Katalog + Bewertung | 5–6 | Backend, Frontend, SME | L |
| M5 Bewertungs-Engine | Control-Mapping, Reifegrad/Gap, Maßnahmen-Konsolidierung | 7–8 | Backend, SME, Frontend | L |
| M6 Ergebnis/Output | Assessment-Readiness-Auswertung + Export | 9 | Backend, Frontend | M |
| M7 Governance (querlaufend) | Validierungs-Workflow, Aufgaben-Integration, Audit-Trail, Versionierung, Umsetzungshinweise | alle | Backend, Frontend, SME | L |
**Kürzester Pfad zur Assessment-Readiness:** M1 → M2 → M3 → M4 → M5 → M6. M7 wird parallel eingezogen (Validierung, Aufgaben und Hinweise sollten nicht nachträglich „angeflanscht" werden). Nachweis-Upload ist bewusst spätere Iteration.
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## 6. Ressourcen-Gesamtübersicht (Rollen im Entwicklungsprojekt)
| Rolle | Beitrag | Auslastung (grob) |
|---|---|---|
| ISMS/TISAX-SME (Fachredaktion) | Control-Katalog, Templates mit Regeln, Risiko-Katalog, Umsetzungshinweise, Reifegrad-/Bewertungslogik | hoch, durchgehend – der inhaltliche Flaschenhals |
| Backend-Entwicklung | Datenmodell, Regel-/Mapping-Engine, Scoring, Task-Integration, API, Audit-Trail | hoch |
| Frontend-Entwicklung | Wizard-Flow, dynamische Formulare, Editor/Vorschau, Dashboards | hoch |
| Content-/Template-Engineering | Vorlagen mit Platzhaltern und Regel-Tags auszeichnen | mittel, in M3 konzentriert |
| UX/Design | geführter Flow, Statusführung, Hinweis-Panels | mittel |
| QA/Test | Regel-/Scoring-Korrektheit, Dokumentgenerierung, Freigabelogik | mittel–hoch |
**Wichtig:** Der größte, oft unterschätzte Aufwand liegt nicht in der Software, sondern im **Fachcontent** (Control-Daten, regelfähige Vorlagen, Risiko-Katalog, Umsetzungshinweise). Dieser sollte parallel und früh durch die Beratung erstellt werden, sonst wird er zum kritischen Pfad.
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## 7. Offene Entscheidungspunkte (vor der technischen Spezifikation zu klären)
1. **Upload eigener Richtlinien:** nur Control-Zuordnung, oder zusätzlich ein automatischer Abgleich Dokumentinhalt ↔ Anforderungen (Gap-Check)?
2. **Risiko-Bewertungsmethodik:** fest vorgegeben oder mandantenspezifisch konfigurierbar (Skalen, Akzeptanzlinie)?
3. **Versionierung von Katalog/Templates/Risiken:** wie werden laufende Kundeninstanzen bei Updates nachgezogen (automatisch, mit Diff, manuell)?
4. **Validierungsgranularität:** pro Modul, zusätzlich pro Einzelobjekt (einzelne Richtlinie/Risiko/Control)?
5. **Aufgaben-Modul:** existiert bereits mit passender Schnittstelle, oder muss die Task-Erzeugung mitgeplant werden?
6. **Reifegrad-Vorschlag:** rein regelbasiert aus Belegen, oder als Empfehlung mit Pflicht zur Bestätigung durch den Bearbeiter?
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## 8. Nächster Schritt
Nach Verifizierung dieses Fahrplans: technische Feinspezifikation je Modul (Datenschemata, Regel-Syntax, API-Verträge, UI-Wireframes, Akzeptanztests) – vorgeschlagene Reihenfolge entlang der Meilensteine M1–M7.